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Prähistorische Wurzeln


Wer kennt ihn nicht, den tapferen Krieger und Hinkelsteinlieferanten Obelix aus der fernen Bretange, der den römischen Besatzungstruppen in Gallien das Leben schwer machte?

 

Doch nur wenige wissen, dass sich ein "Hinkelstein" wie er untrennbar mit dem Comic-Helden in Verbindung gebracht wird, auch in den Weinbergen des Weingutes Schloss Ortenberg befindet:

 

 



Wie einige Funde und Besiedlungsspuren rund um den Ortenberger Schlossberg nahlegen, war der den Kinzigtaleingang beherrschende Bergsporn schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Einer der Relikte aus diesen Zeiten ist der im Volksmund "Gluggelistein" oder "Bibelistein" genannte, sagenumwobene Menhir nur wenige Meter oberhalb des Ortenberger Schlosses. Errichtet wurde dieser vor etwa 4.000 Jahren von einem im Oberrheingebiet ansässigen keltischen Volk. Über dessen Zweck kann heute nur spekuliert werden - Gerichtsstein, Fürstengrab, Opferstätte, ...? Kann hierauf der im Mittelalter als Synonym für die Burg gängige Begriff  "Der Stein zu Ortenberg" zurück geführt werden? 

 

Angesichts des exponierten Standortes mit einem beeindruckenden Rundblick, kann der Betrachter sich mühelos in imaginäre historische Welten entführen lassen und es fällt ihm schwer, sein Phantasie bezüglich dessen, was sich hier in grauer Vorzeit abgespielt haben könnte, zu zügeln.

 

Der Menhir befindet sich inmitten der Reben, ist aber vom Kammweg hinter dem Ortenberger Schloss aus gut zu sehen, ein Hinweisschild am Wegesrand weist auf dieses außergewöhnliche Monument  hin.   

 



Antike und Mittelalter

Für die Folgezeit werden auf dem Bergsporn römische und allemannische Stützpunkte zur Überwachung der Kinzigtalstraße von Straßburg nach Rottweil vermutet.

 

Die Burg selbst wurde im Jahr 1233 erstmals urkundlich erwähnt, sie ist jedoch mit Sicherheit wesentlich älter und war wohl bis 1233 im Besitz der Zähringer, die damals Herren des Gaues und damit der Burg waren.

 

 Die Burg wurde am 13. Juli 1678 von französischen Truppen erobert und geschleift.



Neuzeit


Nach der Zerstörung und einem 160 Jahre dauernden Dornröschenschlaf als Ruine wurde die ganze Anlage 1833 von dem livländischen Kaufmann Leonhard von Berckholtz erworben und in den Jahren 1838 - 1843 in der heutigen Form wieder aufgebaut.

 

 

Im Zusammenhang mit der Burg, die namensgebend für das Dorf war, sei erwähnt, dass von dem Namen "Ortenberg" und der Landschaftsbezeichnung "Mortenau" die heutige Landschaftsbezeichnung "Ortenau" entstand, die durch die Bildung des Ortenaukreises im Zuge der Kreisreform eine neue Bedeutung und Aufwertung erfuhr.

 

Die Burg ist heute eine der schönsten und romantischsten Jugendherbergen Deutschlands. Ihre Turmanlagen sind der Öffentlichkeit zugänglich. Gruppenführungen durch die alten Gemäuer können direkt über die Jugendherberge (Tel. 0781/31749) gebucht werden.

 

Einen herrlichen Panorama-Rundblick können Sie hier genießen!




www.Weingut-Schloss-Ortenberg.de

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